Die besten Saucony Sneaker 2026

Diese Sneaker-Brand ist ihrer Zeit voraus.

Mo. 12. Okt. 2026

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„Wir haben es euch doch gesagt!“ So oder so ähnlich könnte die Running-Brand Saucony den aktuellen Status quo der Sneaker-Landschaft kommentieren. Denn während Wettbewerber wie Nike, adidas und Puma versuchten, ihre Vorherrschaft im Lifestyle-Segment zu manifestieren, stand die Brand aus Mississippi seit Tag 1 für gelebte Laufkultur.

1898 am Saucony Creek in Pennsylvania gegründet hatte Saucony zunächst die Ambition, funktionale Sneaker für jegliche Lebensbereiche zu entwerfen. So hatte die Brand unter anderem auch Schuhe für Neil Armstrong gefertigt, die dieser bei seinem Gang auf den Mond trug. Im Zuge der großen Sneakerhead-Jahre in den frühen 2010er-Jahren konnte die Brand zudem mit Kollaborationen, etwa mit END. Clothing oder Solebox, einige wichtige Meter im Lifestyle-Segment machen und ihre Innovationen mit zeitlosen Silhouetten wie dem Jazz oder Shadow 8000 vereinen.

2026 scheint die Brand zudem so stark wie nie zuvor zu sein. Anhänger von Brands wie Salomon oder ASICS greifen immer mehr zu dem verlässlichen Geheimtipp aus Pennsylvania, und prominente Kollaborationspartner verleihen den Sneakern aus dem Archiv zusätzlich einen neuen Touch. Damit ihr nicht den Überblick verliert, haben wir unsere liebsten Saucony-Releases aus diesem Jahr für euch zusammengefasst.

Fashion First: Saucony x Estudio Niksen Trainer 80

Den Anfang macht ein Release vom April diesen Jahres, der vielleicht an einigen von euch vorbeigegangen ist. Gemeinsam mit dem kanadischen Label Estudio Niksen hat Saucony den Trainer 80 aus dem Archiv geholt, um ihm einen zeitgemäßen Anstrich zu verpassen. Durch seine niedrige Silhouette und das unkonventionelle Lacing erinnert er uns ein wenig an die Miu-Miu-Collab mit New Balance – nur, dass hier anstatt Flex und Logo-Sichtbarkeit eher ein zeitloser Ansatz gewählt wurde.

Die Materialkombination aus Ripstop-Mesh und Hairy Suede unterstreicht zudem den Workwear-Ansatz, den die Brand für diese Collab vorgesehen hat. Durch den Colorway in Erdtönen lässt sich der Sneaker zudem mühelos zwischen den Jahreszeiten kombinieren. Und für gerade einmal 120 € bleibt der Sneaker trotz aufwendiger Materialien für jeden Sneakerhead erschwinglich. Ihr könnt euch den Saucony x Estudio Niksen Trainer 80 nach wie vor bei ausgewählten Retailern wie dem AFEW Store in vereinzelten Größen ergattern.

2026 Avantgarde: Saucony ProGrid V2 Mule

Natürlich ist der Hype rund um unkonventionelle Sneaker auch nicht an Saucony vorbeigegangen. Durch die Mikrotrends, die von digitalen Algorithmen gepusht werden, hat sich so manch ein Sneakerhead an der regulären DNA eines Sneakers, bestehend aus Upper, Laces und Sohle, sattgesehen. Im Zuge des Homewear-Movements, das vor allem durch die Corona-Jahre befeuert wurde, haben Mules, Pantoffeln, Slides und im Allgemeinen Schlappen einen ganz besonderen Stellenwert bei sämtlichen Sportswear-Brands eingenommen.

Saucony hat diesen Trend in diesem Jahr mit der Mule-Version des ProGrid V2 beantwortet. Ganz ohne Kollaborationspartner hat Saucony den Runner aus dem Archiv gekramt und ihm einen zeitgemäßen Colorway sowie einen Materialmix aus Suede und Mesh verliehen. Das Besondere: Die Rückseite des Collars wurde entfernt, sodass der Einstieg in den Schuh noch einfacher wird und aus dem performativen Runner ein Mule mit ausgefeilter Technologie entsteht. Leider steht bis dato der deutsche Release des Saucony ProGrid V2 Mule noch aus. Wer nicht warten will, kann jedoch den kanadischen Webshop der Brand besuchen und sich dort den Sneaker etwas genauer anschauen.

Customized Goodness: Saucony x METAGIRL ProGrid Paramount „Daughter of the Moon“

Nicht nur das Business rund um Sneaker hat sich verändert, sondern auch die Influencer, die sie bewerben. Während es damals gereicht hat, viele Follower sein Eigen zu nennen, haben heute Brands und auch Endkonsumenten einen höheren Anspruch. Austauschbare „Lifestyle“-Influencer sind passé. Heutzutage überzeugen lediglich Creator mit einem besonderen Talent, einem eigenen Style und authentischem Content.

Eine Frau, die all das vereint, ist die italienische Sneaker-Customizerin Caterina Mongillo, die einige von euch vermutlich unter ihrem Künstlernamen „METAGIRL“ bereits kennen. Ihre Customs sind verspielt, kommen teilweise aus dem 3D-Drucker und tragen stets ein Stück Innovation in sich. Das hat auch Saucony schnell bemerkt und der Italienerin mit dem ProGrid Paramount einen Dad Sneaker überreicht, dem die Designerin mit einem Sailor-Moon-Thema einen gänzlich neuen Look verlieh. Unser Highlight: Eine Perle ist direkt in eine 3D-gedruckte Fersenkappe integriert, statt sie als abnehmbaren Sneaker-Charm in die Box zu legen.

Wilde Sneaker: Saucony „Space Cowboy“-Collection

Was uns neben dem allgegenwärtigen Running-Hype zudem aufgefallen ist: Die Colorways werden wieder lauter. Anfang des Jahres fühlte es sich noch so an, als wäre der ausgefallenste Sneaker neben Modellen wie dem adidas Samba oder Reebok Classic höchstens ein Tabi-Loafer von Maison Margiela. Doch Akteure wie Satoshi Nakamoto und Vans haben dafür gesorgt, dass mehr wieder mehr ist. Oder anders gesagt: Wilde Muster, Materialmix und überladene Colorways werden zur Gegenbewegung zur Clean Aesthetic.

Saucony hat uns dieses Jahr mehrmals gezeigt, dass die Brand ebenfalls keine Lust hat, auf Understatement reduziert zu werden. Innerhalb der „Space Cowboy“-Collection hat die Brand den Silhouetten ProGrid Triumph 4, ProGrid V2, 586i, Endorphin Elite 3 und Endorphin Azura den passenden Wildwest-Look verpasst. Wie der Name verrät, werden hier Pony-Hair-Elemente und die dazugehörige Cowboy-Ästhetik mit futuristischen Elementen aus dem Saucony-Archiv vereint. Wer sich also schon immer wie ein Cowboy aus der Zukunft fühlen wollte, kann sich hier noch diverse Modelle aus der Kollektion sichern.

Anzugschuhe: Engineered Garments x Saucony Shadow Original Wingtip

Spätestens jetzt dürfte euch die Experimentierfreude, die Saucony in diesem Jahr gezeigt hat, definitiv bewusst sein. Doch wenn euch Mules und Pony-Hair-Sneaker noch nicht überzeugen, solltet ihr euch dem Shadow Original annehmen, den Saucony im Zusammenspiel mit der japanischen Brand Engineered Garments entworfen hat. Hier haben sich beide Partner nämlich der fundamentalen Frage gestellt, ob man Sneaker auch zu einem Anzug beziehungsweise zu gehobeneren Anlässen anziehen kann.

Kurz gesagt: Ja, kann man. Und vor allem, wenn es sich dabei um die neueste Collab dieser beiden Partner handelt. Designer Daiki Suzuki hat die Silhouette mit einem hochwertigen Full-Grain-Leder-Upper ausgestattet, das in dieser Partnerschaft mit einer charakteristischen Wingtip-Toebox kombiniert wurde. Farblich abgestimmte Rope-Laces, das schwarz-weiße Upper und die Ton in Ton gehaltenen Nähte ergeben einen Sneaker, der beim Hangout im Park sowie bei der Hochzeit des besten Freundes eine adäquate Wahl ist. Im Saucony Webshop bekommt ihr noch viele Größen des Engineered Garments x Saucony Shadow Original Wingtip.

Griselda Sneaker: Westside Gunn x Saucony Grid Jazz 9 „Awesome God“

Nur weil etwas schon lange existiert, kann es sich trotzdem frisch und innovativ anfühlen. Dieses Phänomen kennen viele Hip-Hop-Fans (ja, auch wir) von dem Label Griselda Records. Mit ihren Fackelträgern Benny The Butcher, Conway The Machine und Westside Gunn zeigt das Label aus Buffalo, New York, dass Boom-Bap auch 2026 eine Daseinsberechtigung hat. Doch anstatt sich in Nostalgie und Referenzen zu verlieren, fühlt es sich eher so an, als würden sie das Genre weiterentwickeln und den Sound für die Gegenwart optimieren.

Dass sie dabei auch mit stolzer Brust vorausgehen und gesehen werden wollen, hat vor allem der erfolgreichste Rapper des Labels, Westside Gunn, bewiesen. Mit einem von Virgil Abloh designten Cover und den selbsternannten Titeln „Flygod“ beziehungsweise „The Curator“ lässt der Rapper durchscheinen, dass er modisch mindestens genauso versiert zu sein scheint, wie er es musikalisch ist. Aus diesen Ambitionen ist eine Partnerschaft mit Saucony entstanden, die in diesem Jahr mit dem „Awesome God“ ihren nicht zu übersehenden Höhepunkt gefunden hat. Inspiration fand Westside Gunn bei Designs von atmos oder Jeremy Scott, weswegen der Saucony Grid Jazz 9 gleich mehrere Tiermuster auf einem Pony-Hair-Upper vereint. Wer lieber klotzt als kleckert, kann sich den Sneaker auf dem Zweitmarkt für einen leichten Aufpreis holen.

Redneck Overload: Sneaker Politics x Saucony ProGrid Omni 9 „Sportsman's Paradise“

Wenn sich ein Sneaker-Store in der heutigen Marktwirtschaft über 20 Jahre halten kann, ist das nicht unbedingt ein Weltwunder, aber dennoch ein Verdienst, den zahlreiche Stores nicht von sich behaupten können. Dem in Louisiana ansässigen Retailer Sneaker Politics ist dies gelungen, weswegen gleich mehrere Partner mit an Bord geholt wurden, um das Jubiläum adäquat zu zelebrieren. Zusammen mit Saucony haben sie dabei eines der wohl persönlichsten Projekte umgesetzt.

Anstatt sich ein flashy Thema aus dem Hut zu zaubern, sind die amerikanischen Südstaaten, also die Heimat des Retailers, die Inspiration hinter dem bunten Look des Sneaker Politics x Saucony ProGrid Omni 9 „Sportsman's Paradise“. Auch hier wurde auf auffällige Logos verzichtet und dafür auf kleine Details gesetzt. Materialseitig trifft leuchtendes, aquafarbenes Mesh auf verschiedene Suede-Applikationen. Dazu gehört zum Beispiel das Hairy Suede auf der Zunge, das für zusätzliche Struktur sorgt, während glattere Wildleder-Overlays einen hochwertigen Look garantieren. Dazu kommen tonale Laces, ein grünes Jersey-Mesh-Futter sowie die bewährte ProGrid-Dämpfung von Saucony. Und auch diesen Sneaker findet ihr noch in vereinzelten Größen bei Footdistrict.

 

Big in Japan: Saucony Daikanyama Capsule

Für viele Sneakerheads ist das eigentliche Mekka nicht New York oder Los Angeles, sondern Tokyo. Die japanische Hauptstadt hat mit Akteuren wie Nigo, Hiroshi Fujiwara oder Jun Takahashi ein paar der einflussreichsten Designer des Planeten in petto. Die Wertschätzung von Produkten und die beispiellose Hingabe für Details haben das Handwerk Japans auch abseits von Sneakern auf der ganzen Welt berühmt gemacht. Einer von vielen Japan-Fans ist der Designer Josh Fraser, der selbst eine Zeit lang in Tokio lebte und seinem liebsten Viertel eine eigene Capsule widmete.

Innerhalb der Saucony Daikanyama Capsule erscheinen mit dem ProGrid Omni 9, ProGrid Guide 7, Kinvara 1 und Endorphin Speed 5 gleich vier neue Colorways mit Details aus dem romantischen, aber auch geschäftigen, gleichnamigen Viertel in Tokio. Vor allem die Architektur des Viertels, die sich durch brutalistische Betonbauten, verwitterten Stahl und begrünte Fassaden auszeichnet, war wegweisend für das Design der Capsule. Wenn ihr auch Japan-Fans seid und mehr auf gedeckte Farben als auf wilde Muster steht, könnte die Saucony Daikanyama Capsule genau euer Fall sein. Ihr bekommt sämtliche Sneaker aus der Capsule direkt bei Saucony.

Wann erscheinen die nächsten Saucony Collabs?

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